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Beckenbodenrehabilitation für Praxen – mehr als ein Beckenbodenstuhl

Wer apparative Beckenbodenrehabilitation als medizinisches Leistungsfeld in eine Praxis oder Einrichtung integrieren möchte, sollte nicht nur nach Muskelkontraktionen fragen. Entscheidend ist, welche funktionellen und biologischen Ebenen ein System tatsächlich adressiert und wie es sich in Diagnostik, Behandlung und Praxisablauf einfügt.

Intercosmed bietet mit DAFNE™ eine multimodale Plattform, die funktionelle Elektrostimulation und Neuromodulation mit Photobiomodulation, Mikrostromtherapie und Elektroporation verbindet. Unterschiedliche Handstücke und softwaregesteuerte Programme ermöglichen eine befund- und zielstrukturgerechte Zusammenstellung des Behandlungskonzeptes.

DAFNE System für multimodale Beckenbodenrehabilitation in Praxen und Kliniken

Beckenbodenstuhl, intravaginale Elektrostimulation, vaginaler Laser und Radiofrequenz adressieren unterschiedliche Zielstrukturen. Welche Systemlogik passt zu Ihrem Versorgungskonzept? →

4 Wirkprinzipien Elektrostimulation, Photobiomodulation, Mikrostrom und Elektroporation in einer Plattform
2026 Prospektive DAFNE-Studie im Journal of Clinical Medicine veröffentlicht
Praxisorientiert Vorprogrammierte Abläufe, wechselbare Handstücke und patientenindividuelle Applikatoren
Herstellerhintergrund: DAFNE™ ist Teil des Novavision-Technologieportfolios, zu dem auch die DQRF-Radiofrequenzarchitektur zählt. Novavision exportiert nach eigenen Angaben elektromedizinische Systeme in mehr als 25 Länder weltweit. Eine 2026 im Journal of Clinical Medicine veröffentlichte prospektive Studie untersuchte die DAFNE-Plattform bei Frauen mit leichter Beckenorgansenkung und/oder Belastungsinkontinenz. Novavision · Studie ansehen
Versorgung erweitern · Praxisprofil schärfen

Apparative Beckenbodenrehabilitation als zusätzliches Leistungsfeld

Beckenbodenbeschwerden können muskuläre, nervale, schleimhautbezogene und regenerative Komponenten verbinden. Für Praxen entsteht daraus ein relevantes Versorgungsfeld, das sich mit einer reinen Muskelstimulation nicht vollständig abbilden lässt. DAFNE wurde als modulare Plattform für unterschiedliche funktionelle und biologische Zielsetzungen konzipiert.

01

Mehrere Behandlungsebenen

Je nach Handstück und Programm können neuromuskuläre, nervale, schleimhautbezogene und regenerative Zielsetzungen berücksichtigt werden.

02

Modularer Praxiseinstieg

Die Ausstattung lässt sich am fachlichen Schwerpunkt und an der tatsächlich vorhandenen Patientinnenstruktur ausrichten.

03

Strukturierte Abläufe

Vorprogrammierte Behandlungsabläufe und BFC™ unterstützen reproduzierbare Anwendungen und die Einbindung eingewiesener Fachkräfte.

04

Begleitung durch Intercosmed

Systemauswahl, Einweisung, Schulung, Finanzierung, Praxisintegration und technischer Service werden gemeinsam geplant.

Persönliche Investitions- und Systemberatung

Welches DAFNE-Konzept passt zu Ihrer Praxis?

Intercosmed prüft mit Ihnen Versorgungsschwerpunkt, geeignete Handstücke, organisatorische Integration und eine realistische Wirtschaftlichkeitsrechnung. Im Mittelpunkt steht nicht die größtmögliche Ausstattung, sondern ein tragfähiges Behandlungskonzept.

Wirtschaftlichkeit & Amortisation: DAFNE und EVA im Vergleich →

Befund und Zielstruktur entscheiden

Welche Behandlungsfelder kann eine multimodale Beckenbodenplattform unterstützen?

Das konkrete Behandlungsprotokoll richtet sich nach Diagnostik, Indikation, Zweckbestimmung, gewähltem Handstück und individuellen Kontraindikationen. Je nach Ausstattung kann DAFNE in funktionelle, postoperative, postpartale und regenerative Versorgungskonzepte integriert werden.

Funktion

Muskelaktivierung und Kontrolle

Funktionelle Elektrostimulation für Konzepte, bei denen Muskelaktivierung, neuromuskuläre Re-Edukation und funktionelle Kontrolle im Vordergrund stehen.

Neuromodulation

Nervale Reizsetzung

Konfigurierbare elektrische Wellenformen für ausgewählte neuromodulative und schmerzbezogene Behandlungskonzepte.

Regeneration

Postpartale und postoperative Konzepte

Photobiomodulation und Mikrostrom können funktionelle Programme um nicht-thermische regenerative Ebenen ergänzen.

Schleimhaut

Vulvovaginale Zielstrukturen

Je nach Handstück können Photobiomodulation, Mikrostrom und Elektroporation in schleimhautbezogene Konzepte einbezogen werden.

Medizinischer Hinweis: Die genannten Behandlungsfelder sind keine pauschalen Heilversprechen. Diagnostik, Indikationsstellung, Zweckbestimmung, Aufklärung und Ausschluss von Kontraindikationen bleiben die Grundlage jeder Anwendung.

Multimodale Plattformarchitektur

DAFNE: multimodale Beckenbodenmedizin statt Einzeltechnologie

Das charakteristische Merkmal von DAFNE ist die Kombination von vier unterschiedlichen Wirkprinzipien innerhalb einer Systemarchitektur. Welche davon zum Einsatz kommen, richtet sich nach Handstück, Behandlungsprogramm und medizinischer Zielsetzung.

EBE™PDE™MENSEPE™

Vier Energieformen, ein Behandlungsziel

Die Besonderheit von DAFNE liegt in der Kombinierbarkeit vier unterschiedlicher Wirkprinzipien über wechselbare Handstücke. EBE™ (Electro Bio Energy) erzeugt konfigurierbare elektrische Wellenformen für funktionelle Elektrostimulation (FES) und transkutane Nervenstimulation (TENS). PDE™ (Photo Dynamic Energy) nutzt vier LED-Wellenlängenbereiche für nicht-thermische Photobiomodulation.

MENS (Microcurrent Electrical Neuromuscular Stimulation) ergänzt das System um subsensorische Mikrostromanwendungen, während EPE™ (ElectroPoration Energy) eine nadelfreie transdermale Wirkstoffapplikation ermöglicht.

Welche Kombination eingesetzt wird, hängt von Indikation, gewähltem Handstück und Behandlungsprogramm ab.

EBE™ ElektrostimulationPDE™ PhotobiomodulationMENS MikrostromEPE™ Elektroporation

Drei ergänzende Bausteine im Systemüberblick

Neben der funktionellen Elektrostimulation (EBE™) und Photobiomodulation (PDE™) stehen je nach Handstück weitere, gezielt einsetzbare Bausteine zur Verfügung.

MENS

Mikrostromtherapie

< 1.000 µA

Subsensorische Stromstärken unterhalb der Wahrnehmungsschwelle, ergänzend in regenerative und postoperative Konzepte integriert.

EPE™

Elektroporation

nadelfrei

Reversible Erhöhung der Zell­membran­permeabilität zur transdermalen bzw. transmukosalen Wirkstoffaufnahme.

Gas-Therapie

O₂ / CO₂ (extern)

optional

Bei einzelnen externen Applikatoren zuführbar aus externer Quelle. Das System selbst erzeugt oder speichert kein Gas. Die CO₂-Zufuhr kann z. B. über Anika™ aus demselben Technologieportfolio erfolgen.

Wichtig: Welche Kombination der vier Energieprinzipien tatsächlich zum Einsatz kommt, hängt vom gewählten Handstück, der Indikation und dem Behandlungsprogramm ab. Die Handstücke selbst werden auf der Produktseite im Detail beschrieben.

Beckenbodengeräte und Wirkprinzipien im Vergleich

Beckenbodenstuhl, Elektrostimulation, Laser oder Radiofrequenz?

Diese Verfahren werden häufig unter demselben Behandlungsfeld zusammengefasst, adressieren technologisch jedoch unterschiedliche Zielstrukturen. Für die Investitionsentscheidung ist deshalb nicht die Zahl beworbener Funktionen entscheidend, sondern die Übereinstimmung von Befund, Wirkprinzip, Zweckbestimmung und Praxisziel.

Systemtyp A

Elektromagnetische Muskelstimulation – Beckenbodenstuhl / Magnetstuhl

Die externe elektromagnetische Stimulation fokussiert auf neuromuskuläre Aktivierung und lässt sich bekleidet im Sitzen durchführen. Eine gezielte intravaginale Schleimhaut- oder Gewebebehandlung ist nicht Bestandteil dieses Wirkprinzips.

Systemtyp B

Reine intravaginale Elektrostimulation

Intravaginale Elektrostimulationssysteme arbeiten über eine interne Sonde und fokussieren auf die neuromuskuläre Re-Edukation und Aktivierung der Beckenbodenmuskulatur. Sie nutzen damit ein einzelnes elektrisches Wirkprinzip, ohne zusätzliche photobiomodulative, mikrostrombasierte oder regenerative Therapieebenen innerhalb desselben Systems.

Systemtyp C

Vaginale Lasertherapie

CO₂- oder Er:YAG-Laser adressieren mit lichtbasierter, je nach System thermisch-ablativer oder photothermischer Energie primär Schleimhaut- und Gewebestrukturen. Eine funktionelle Muskelrehabilitation ist kein Bestandteil des Laserprinzips.

Systemtyp D

Vaginale Radiofrequenz

Radiofrequenzsysteme übertragen kontrollierte Energie in Schleimhaut- und Gewebestrukturen. Sie unterscheiden sich von Laser und Elektrostimulation in Energieform, Applikation und Sicherheitskontrolle und erzeugen keine eigenständige neuromuskuläre Re-Edukation.

EVA™ – vaginale Radiofrequenz kennenlernen →

DAFNE™

Multimodale Beckenbodenrehabilitation statt Einzelprinzip

DAFNE verbindet neuromuskuläre Elektrostimulation und Neuromodulation (EBE™) mit Photobiomodulation (PDE™), Mikrostromtherapie (MENS) und optionaler Elektroporation (EPE™). Für gewebespezifische Radiofrequenzkonzepte kann die Plattform durch EVA™ ergänzt werden.

Hinweis zur Einordnung: Diese Gegenüberstellung beschreibt strukturelle Unterschiede der Wirkprinzipien, keine vergleichende Wirksamkeitsaussage gegenüber bestimmten Herstellern oder Produkten. Welches Systemkonzept im Einzelfall geeignet ist, richtet sich nach Indikation, Befund und individueller fachlicher Beratung.

Technologie fachlich einordnen

Vier Ebenen bestimmen die tatsächliche DAFNE-Anwendung

Die reine Technologiebezeichnung reicht für eine fachliche Bewertung nicht aus. DAFNE muss im Zusammenspiel von Handstückwahl, Energiekombination, Sicherheitskonzept und biologischer Zielstruktur betrachtet werden.

01

Handstückwahl

Je nach Anwendungsregion (vaginal, vulvo-vaginal, vulvär, extern) stehen unterschiedliche Handstücke mit jeweils spezifischer Technologiekombination zur Verfügung.

02

Energiekombination

EBE™, PDE™, MENS und EPE™ können je nach Handstück und Programm einzeln oder kombiniert appliziert werden.

03

Sicherheitskonzept

Die BFC™-Funktion (BioFeedback Control) und die patientenindividuellen, 10-mal wiederverwendbaren Applikatoren zählen zum Sicherheitskonzept.

04

Biologische Zielstruktur

Muskulatur, Nerven, Schleimhaut und Zell­membran­permeabilität werden durch unterschiedliche Energieprinzipien jeweils spezifisch adressiert.

Fachliche Logik

Warum eine Kombination mehrerer Wirkprinzipien das Indikationsspektrum erweitert

Ein Einzeltechnologie-System kann naturgemäß nur die biologische Ebene adressieren, für die sein Wirkprinzip ausgelegt ist. Bei DAFNE ergibt sich die Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten aus der Kombinierbarkeit der vier Ebenen:

EBE™

Muskuläre & nervale Ebene

Elektrostimulation wirkt dort, wo Muskelaktivierung und neuromuskuläre Kontrolle im Vordergrund stehen.

PDE™

Zelluläre & Schleimhautebene

Photobiomodulation wirkt dort, wo Gewebequalität, Mikrozirkulation und Zellregeneration im Vordergrund stehen.

MENS

Subsensorische Ebene

Mikrostromtherapie ergänzt dort, wo sanfte, kaum spürbare Reizsetzung gewünscht ist.

EPE™

Transdermale Ebene

Elektroporation wirkt dort, wo eine gezielte Wirkstoffaufnahme ins Gewebe im Vordergrund steht.

Weil diese vier Ebenen einzeln oder kombiniert über verschiedene Handstücke ansprechbar sind, lassen sich funktionelle, schleimhautbezogene und regenerative Fragestellungen innerhalb einer Plattform abdecken – ein Einzeltechnologie-System bleibt dagegen auf seine jeweils eine Ebene beschränkt. Welches Handstück für welche Indikation vorgesehen ist, finden Sie im Detail auf der DAFNE-Produktseite.

Wissenschaftliche Einordnung

DAFNE im wissenschaftlichen und medizinischen Kontext

Für eine fachlich saubere Einordnung wird zwischen DAFNE-spezifischer klinischer Evidenz und der allgemeinen Fachliteratur zu den zugrunde liegenden Wirkprinzipien unterschieden.

DAFNE und EVA/DAFNE · 2025–2026

Zwei prospektive klinische Studien

Zwei prospektive Studien untersuchen DAFNE und individuell angepasste EVA/DAFNE-Protokolle bei Beckenbodenfunktionsstörungen. Sie liefern erste klinische Daten aus kleinen Patientinnengruppen ohne Kontrollgruppe. Die Ergebnisse und ihre Grenzen sind unterhalb eingeordnet. Studienergebnisse ansehen

Wirkprinzip · Elektrostimulation

Konservative Inkontinenztherapie

Übersichtsarbeiten und kontrollierte Studien untersuchen elektrische Stimulationsverfahren bei weiblicher Harninkontinenz. Die Ergebnisse unterscheiden sich nach Inkontinenzform und Stimulationsverfahren; sie lassen sich nicht pauschal auf DAFNE übertragen. Quellen ansehen

Wirkprinzip · Photobiomodulation

PBM im urogenitalen Kontext

Wirkprinzipien und klinischer Kenntnisstand zu Photobiomodulation bei genitourinärem Menopausesyndrom sind in einer eigenständigen Analyse zu Wirkmechanismus und aktuellen klinischen Ergebnissen fachlich eingeordnet. Nicht DAFNE-spezifisch. Quelle ansehen

Studienergebnisse und wissenschaftliche Einordnung

DAFNE · Manni et al. (2026): In der Studie mit 32 Frauen mit leichter Beckenorgansenkung und/oder Belastungsinkontinenz berichteten 87,5 % nach dem Behandlungszyklus eine subjektive Verbesserung (PMID 41827431).

EVA/DAFNE · Baruch et al. (2025): Eine separate Machbarkeitsstudie untersuchte individuell angepasste EVA/DAFNE-Protokolle bei 26 Frauen mit unterschiedlichen Beckenbodenfunktionsstörungen; 88,5 % berichteten eine subjektive Verbesserung (PMID 41470080).

Einordnung der Ergebnisse: Die beiden Systemstudien liefern erste klinische Daten aus kleinen Patientinnengruppen ohne Kontrollgruppe. Die berichtete subjektive Verbesserung ist keine Heilungsrate. Eine Überlegenheit gegenüber Beckenbodenstuhl, Laser, Radiofrequenz oder anderen Behandlungen wurde damit nicht nachgewiesen. Die übrige Literatur behandelt einzelne Wirkprinzipien und ist kein gerätespezifischer Wirksamkeitsnachweis für DAFNE.

Begriffe sauber trennen

EBE, PDE, MENS und EPE erfüllen unterschiedliche Aufgaben

Für eine fachlich saubere Einordnung sollten die einzelnen Technologien nicht miteinander vermischt werden.

EBE™

Elektrostimulation

Electro Bio Energy erzeugt konfigurierbare elektrische Wellenformen für funktionelle Elektrostimulation und Neuromodulation.

PDE™

Photobiomodulation

Photo Dynamic Energy nutzt vier LED-Wellenlängenbereiche für nicht-thermische zelluläre Signalgebung.

MENS

Mikrostromtherapie

Microcurrent Electrical Neuromuscular Stimulation arbeitet subsensorisch im Mikroamperebereich.

EPE™

Elektroporation

ElectroPoration Energy ermöglicht nadelfreie transdermale und transmukosale Wirkstoffaufnahme.

Fachwissen Beckenbodenmedizin

DAFNE im Kontext der Frauen- und Beckenbodenmedizin vertiefen

Häufigkeit, Versorgungslücke, Marktnachfrage sowie Praxisintegration und wirtschaftliche Tragfähigkeit multimodaler Plattformkonzepte wie DAFNE werden in unserer vierteiligen Fachbeitragsserie eingeordnet.

Patientensicherheit

Sicherheitskonzept: BFC™ (BioFeedback Control)

Die Handstücke sind für den Gebrauch durch eine einzelne Patientin bzw. einen einzelnen Patienten ausgelegt und bis zu 10-mal nutzbar. Zwischen den Sitzungen nimmt die Patientin bzw. der Patient das eigene Handstück mit nach Hause und bringt es zur nächsten Behandlung wieder mit – gefertigt aus biokompatiblen, hypoallergenen und sterilisierbaren Materialien. Die integrierte BFC™-Funktion ermöglicht es, die Energieabgabe unmittelbar zu unterbrechen, falls während der Anwendung Beschwerden auftreten.

Von der Indikation zum planbaren Praxisablauf

Wie lässt sich apparative Beckenbodenrehabilitation in die Praxis integrieren?

Neben der medizinischen Eignung entscheiden Terminstruktur, Qualifikation, Materialeinsatz und tatsächliche Patientinnennachfrage darüber, ob ein neues Leistungsfeld im Alltag trägt. DAFNE verbindet vorprogrammierte Abläufe mit einer modularen Ausstattung und patientenindividuellen Applikatoren.

Ablauf

Vorprogrammierte Protokolle

Softwaregesteuerte Programme unterstützen standardisierte Abläufe; Auswahl und Anpassung richten sich nach Indikation, Zweckbestimmung und Behandlungskonzept.

Team

Einbindung qualifizierter Mitarbeitender

Behandlungsschritte können nach Einweisung und im rechtlich zulässigen Rahmen delegierbar sein. Anordnung, Auswahl und Überwachung verbleiben in der jeweiligen fachlichen Verantwortung.

Material

Planbare Behandlungskosten

Patientenindividuelle Applikatoren sind bis zu zehnmal verwendbar. Dadurch lassen sich Materialbedarf und Behandlungsserien nachvollziehbar kalkulieren.

Investition

Wirtschaftlichkeit individuell prüfen

Patientinnenzahl, Sitzungsserie, Behandlungspreis, Ausstattung und laufende Kosten werden für Ihre Praxis in mehreren Szenarien betrachtet.

Keine pauschale Umsatzprognose

Wirtschaftlichkeit mit Ihrer Patientinnenstruktur berechnen

Intercosmed erstellt auf Wunsch eine nachvollziehbare Wirtschaftlichkeitsrechnung für DAFNE allein oder in Kombination mit EVA. Entscheidend sind realistische Behandlungsserien und der tatsächlich erreichbare Praxisdurchsatz.

Technologie fachlich vertiefen

DAFNE im gesamten Beckenboden- und Evidenzkontext

Die folgenden Intercosmed-Seiten ordnen DAFNE in das größere Spektrum professioneller Beckenbodenmedizin, klinischer Evidenz und medizinisch-funktioneller Anwendungen ein.

Für die verständliche Kommunikation mit Patientinnen

Patientinneninformationen zu Beckenboden und vaginaler Gesundheit bei SkinCos

SkinCos bereitet die Unterschiede zwischen funktioneller Beckenbodenrehabilitation, vulvovaginaler Radiofrequenz und vaginalen Laserverfahren verständlich für Patientinnen auf. DAFNE und EVA werden dort nicht als austauschbare Geräte, sondern als professionelle Systeme für unterschiedliche funktionelle und gewebebezogene Behandlungsebenen eingeordnet.

DAFNE™

Funktion und Beckenbodenrehabilitation

Verständliche Informationen zu Elektrostimulation, Neuromodulation, Photobiomodulation und ergänzenden funktionellen Behandlungsebenen.

EVA™

Schleimhaut und Gewebequalität

Patientinnennahe Einordnung professioneller Radiofrequenzanwendungen für vulvovaginale Schleimhaut- und Gewebestrukturen.

Technologievergleich

Beckenbodenstuhl, Laser oder Radiofrequenz?

Patientinnen erfahren, wie sich die Anwendungen im Ablauf und Wirkprinzip unterscheiden, welche Grenzen bestehen und warum Radiofrequenzsysteme nicht gleichzusetzen sind.

Praxisangebot prüfen

Die eigene Frauenarztpraxis einbeziehen

Patientinnen können die Informationen mit ihrer Praxis teilen und bei SkinCos telefonisch prüfen lassen, ob öffentlich Angaben zu einem entsprechenden Behandlungsangebot vorliegen.

Patientinnen informieren · Praxisgespräche unterstützen

Informationen verständlich an Patientinnen weitergeben

Praxen können die SkinCos-Seite im Patientinnengespräch, auf ihrer Website oder in Informationsmaterialien verlinken. Patientinnen erhalten zugleich eine vorbereitete Nachricht, mit der sie ihre Frauenarztpraxis gezielt auf DAFNE und EVA ansprechen können. So verbindet SkinCos verständliche Patienteninformation mit den Fachinformationen von Intercosmed.

SkinCos ist eine Marke der Intercosmed GmbH. Die Informationen ersetzen keine individuelle ärztliche oder therapeutische Beratung.

Entscheidungsfragen aus Praxis und Klinik

Häufige Fragen zur apparativen Beckenbodenrehabilitation

Welches Gerät eignet sich für die Beckenbodenrehabilitation in einer Praxis?
Die Auswahl richtet sich nach Befund, Zielstruktur und Versorgungsschwerpunkt. Ein Beckenbodenstuhl fokussiert auf externe neuromuskuläre Stimulation, eine intravaginale Elektrostimulation ermöglicht lokale funktionelle Reizsetzung, Laser und Radiofrequenz adressieren primär Schleimhaut und Gewebe. Intercosmed bietet mit DAFNE™ eine multimodale Plattform, die Elektrostimulation und Neuromodulation mit Photobiomodulation, Mikrostrom und Elektroporation verbindet.
Was unterscheidet DAFNE von einem Beckenbodenstuhl oder Magnetstuhl?
Beckenboden- oder Magnetstühle arbeiten mit externer elektromagnetischer Muskelstimulation und adressieren vor allem die neuromuskuläre Ebene. DAFNE arbeitet je nach Handstück vaginal, vulvovaginal, vulvär oder extern und kombiniert funktionelle Elektrostimulation mit zusätzlichen nicht-thermischen und regenerativen Wirkprinzipien.
Kann DAFNE vaginale Laser- oder Radiofrequenzbehandlungen ergänzen?
Ja, wenn Befund und Behandlungskonzept unterschiedliche Zielstrukturen betreffen. DAFNE fokussiert auf funktionelle Elektrostimulation, Neuromodulation, Photobiomodulation, Mikrostrom und Elektroporation. EVA™ ergänzt diese Ebenen durch spezialisierte Radiofrequenz für vulvovaginale Schleimhaut- und Gewebestrukturen. Die Kombination ist individuell zu indizieren.
Für welche Behandlungsfelder ist DAFNE vorgesehen?
Je nach Ausstattung, Handstück und Zweckbestimmung kann DAFNE in funktionelle, neuromodulative, postoperative, postpartale und regenerative Beckenbodenkonzepte integriert werden. Die konkrete Anwendung setzt Diagnostik, Indikationsstellung und den Ausschluss von Kontraindikationen voraus.
Ist die Behandlung an qualifizierte Mitarbeitende delegierbar?
Vorprogrammierte Abläufe und die BFC™-Sicherheitsfunktion können die Einbindung entsprechend qualifizierter und eingewiesener Mitarbeitender unterstützen. Ob und in welchem Umfang delegiert werden kann, richtet sich nach Zweckbestimmung, konkreter Tätigkeit, Qualifikation und der ärztlichen Anordnungs-, Auswahl- und Überwachungsverantwortung.
Welche laufenden Materialkosten entstehen?
Die Kosten hängen vom eingesetzten Handstück und Behandlungskonzept ab. Patientenindividuelle DAFNE-Applikatoren sind bis zu zehnmal verwendbar. Intercosmed bezieht den konkreten Materialeinsatz in die individuelle Wirtschaftlichkeitsrechnung ein.
Wann amortisiert sich ein System für die Beckenbodenrehabilitation?
Der Amortisationszeitpunkt hängt von Investitionssumme, Ausstattung, erreichbarer Patientinnenzahl, Sitzungsserie, Behandlungspreis und laufenden Kosten ab. Intercosmed berechnet für Ihre Praxis ein Einstiegs-, Basis- und vorsichtiges Szenario, statt mit einer pauschalen Umsatzgarantie zu arbeiten.
Gibt es klinische Studien zu DAFNE?
Ja. Manni et al. (2026) untersuchten DAFNE prospektiv bei 32 Frauen mit leichter Beckenorgansenkung und/oder Belastungsinkontinenz. Baruch et al. (2025) untersuchten individuell angepasste EVA/DAFNE-Protokolle bei 26 Frauen. Beide Studien liefern erste klinische Daten, haben jedoch keine Kontrollgruppe. Sie belegen keine Überlegenheit gegenüber anderen Verfahren.

Quellennachweis

DAFNE-spezifische und allgemeine Fachquellen

Manni T. M. et al. (2026). Electrotherapy Plus Photobiostimulation for the Treatment of Mild Pelvic Organ Prolapse and Stress Urinary Incontinence. Journal of Clinical Medicine, 15(5), 2016. PMID 41827431 · ↑ zur Einordnung
Baruch Y., Costa C., Barba M., Cola A., Frigerio M. (2025). Feasibility of Multimodal Energy-Based Therapy for Pelvic Floor Disorders. Medicina, 61(12), 2078. PMID 41470080 · ↑ zur Einordnung
Schreiner L. et al. (2013). Electrical stimulation for urinary incontinence in women: a systematic review. International Brazilian Journal of Urology, 39(4), 454–464. PMID 24054395 · ↑ zur Einordnung
Barroso J.C.V. et al. (2004). Transvaginal electrical stimulation in the treatment of urinary incontinence. BJU International, 93(3), 319–323. PMID 14764129 · ↑ zur Einordnung
Murina F. et al. (2008). Transcutaneous electrical nerve stimulation to treat vestibulodynia: A randomised controlled trial. BJOG, 115(9), 1165–1170. PMID 18715435 · ↑ zur Einordnung
Lanzafame R.J., de la Torre S., Leibaschoff G.H. (2019). The rationale for photobiomodulation therapy of vaginal tissue for treatment of genitourinary syndrome of menopause. Photobiomodulation, Photomedicine, and Laser Surgery, 37(7), 395–407. PMID 31210575 · ↑ zur Einordnung
de la Torre S., Miller L.E. (2017). Multimodal vaginal toning for bladder symptoms and quality of life in stress urinary incontinence. International Urogynecology Journal, 28(8), 1201–1207. PubMed Central · ↑ zur Einordnung
Fachlich erstellt und eingeordnet von Beate Scheffler, Dipl.-Biologin (Mikrobiologie)
Intercosmed GmbH – Fachberatung für medizinisch-ästhetische und funktionelle Technologien seit 1999 · Stand: September 2026
Beckenbodenrehabilitation als tragfähiges Praxiskonzept

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Intercosmed verbindet die technologische Auswahl mit Indikationsschwerpunkt, Ausstattung, Einweisung, Schulung, Finanzierung und wirtschaftlicher Planung. Im persönlichen Gespräch klären wir, ob DAFNE allein oder die Kombination mit EVA zu Ihrem Versorgungskonzept passt.

  • System- und Handstückauswahl
  • Praxisintegration und Schulung
  • Individuelle Wirtschaftlichkeitsrechnung
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